Visum für die USA - H-2B Visum

H-2B Visum

Das H-2B Visum ist vor allem für Arbeitnehmer gedacht, die für einen begrenzten Zeitraum in einem US-Unternehmen mitarbeiten möchten.

H-2B Visum auch für deutsche Staatsangehörige

Seit dem 18. Januar 2012 wurden H-2B Visa nur noch an Angehörige bestimmter Staaten vergeben. Deutschen stand diese Kategorie lange Zeit nicht zur Verfügung – im Unterschied zu Staatsangehörigen etlicher anderer EU-Staaten, wie z. B. der Schweiz, Österreich, den Niederlanden oder Spanien.

H-2B Visa werden aktuell an Angehörige folgender Länder vergeben:

Andorra, Argentinien, Australien, Österreich, Barbados, Belgien, Belize, Brasilien, Brunei, Bulgarien, Kanada, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Kroatien, Tschechien, Dänemark, Dominikanische Republik, Ecuador, El Salvador, Estland, Äthiopien, Fidschi, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Grenada, Guatemala, Haiti, Honduras, Ungarn, Island, Irland, Israel, Italien, Jamaica, Japan, Kiribati, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Mazedonien, Madagaskar, Malta, Mexiko, Monaco, Montenegro, Nauru, Niederlande, Nicaragua, Neuseeland, Norwegen, Papua Neuguinea, Peru, Philippinen, Polen, Portugal, Rumänien, Samoa, San Marino, Serbien, Singapur, Slowakei, Slowenien, Salomonen, Südafrika, Südkorea, Spanien, Schweden, Schweiz, Taiwan, Thailand, Osttimor, Tonga, Türkei, Tuvalu, Ukraine, Vereinigtes Königreich, Uruguay, Vanuatu (Stand 10.01.2016, sortiert nach englischer Übersetzung).

Qualifikationen des Antragstellers - kein Hochschulabschluss nötig

Im Unterschied zum H-1B Visum muss der Antragsteller für ein H-2B Visum keine abstrakten Qualifikationen nachweisen, insbesondere keinen Universitätsabschluss.

Setzt allerdings der betreffende Arbeitsplatz den Besitz gewisser Kenntnisse und Fähigkeiten voraus, muss der Antragsteller diese selbstverständlich vorweisen können.

Wird das H-2B Visum für die Erbringung von Hilfsarbeitertätigkeiten vergeben, entfällt der Nachweis speziellen Hintergrundwissens.

Anforderungen an den Arbeitsplatz

Der Arbeitsplatz, den der Antragsteller ausfüllen soll, darf nur für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung stehen, sei es, weil die Tätigkeit, die er verrichten soll, projektbezogen ist oder sei es, weil der Arbeitsplatz nur in einer bestimmten Jahreszeit zur Verfügung steht, sei es, um urlaubsbedingte Belastungsspitzen im Tourismus-Bereich auszugleichen oder sei es, um einen in regelmäßigen Abständen auftretenden Bedarf zu befriedigen, der es jedoch nicht rechtfertigt, einen Arbeitnehmer dauerhaft zu beschäftigen.

Arbeitgeber

Bevor ein Visum beim Konsulat beantragt werden kann, muss der Arbeitgeber eine Petition bei der Einwanderungsbehörde einreichen und vorher beim US-Department of Labor die Erteilung einer sog. Temporary Labor Certification beantragen. Er kann dies frühestens 120 Tage vor dem Termin, zu dem der Antragsteller seine Tätigkeit im Betrieb aufnehmen soll, tun.

Im Rahmen des Antrages muss der Arbeitgeber die vom Ausländer zu besetzende Stelle in den USA ausschreiben und Bewerber, die dem Stellenprofil abstrakt genügen, zu einem Bewerbungsgespräch einladen.

Nur dann, wenn der Arbeitgeber nachweisen kann, dass sich kein geeigneter US-Arbeitnehmer gefunden hat, wird ihm das US-Department of Labor die erforderliche Bescheinigung ausstellen.

Es liegt nahe, die Stellenbeschreibung mit einem Erfordernis für Fremdsprachenkenntnisse auszustatten, um die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein geeigneter US-Arbeitnehmer für die Stelle findet, zu verringern. Das US-Department of Labor kennt diese Strategie. Deshalb sollten Fremdsprachenkenntnisse nur dann zur Bedingung gemacht werden, wenn im Einzelnen nachgewiesen werden kann, dass und wie sie für die zu besetzende Stelle unabdingbar sind.

Gültigkeit und Verlängerung des H-2B Visums

Das H-2B Visum wird anfänglich für einen Zeitraum von maximal einem Jahr ausgestellt und kann danach bis zu einer Höchstaufenthaltsdauer von insgesamt drei Jahren verlängert werden.

Familienangehörige

Ehegatten und unverheiratete Kinder unter 21 Jahren können ein H-4 Visum beantragen, um den Antragsteller zu begleiten. Sie dürfen dann allerdings nicht arbeiten.

Unsere Beratung zum USA-Visum

Gerne klären wir mit Ihnen, ob Sie die Voraussetzungen für ein H Visum erfüllen oder welche sonstigen Alternativen in Ihrem konkreten Fall bestehen. Melden Sie sich bitte jederzeit bei uns, wenn Sie einen Termin für ein Beratungsgespräch mit einem unserer Experten vereinbaren möchten - entweder über unser Online-Terminbuchungssystem, per E-Mail (info@visum-usa.com) oder gerne auch telefonisch (069 - 76 75 77 80).

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