Visum für die USA - O-Visum

O-Visum - USA-Visum für Personen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten

Das O-Visum unterteilt sich in drei Unterkategorien: O-1A, O-1B und O-2. Die Unterkategorie O-3 ist für Ehegatten und Kinder von Antragstellern bzw. Inhabern von O-1 oder O-2 Visa.

  • Kategorie O-1A
    O-1A Visa sind für Personen geeignet, die über außergewöhnliche Fähigkeiten in den Bereichen Wissenschaft, Kunst, Bildung/Erziehung, Wirtschaft oder Sport verfügen, nachhaltig national oder international bekannt bzw. erfolgreich sind und für einen begrenzten Zeitraum in ihrem jeweiligen Gebiet in den USA tätig werden möchten.
  • Kategorie O-1B
    Personen, die außergewöhnliche Fähigkeiten in den Bereichen Film und Fernsehen nachweisen können, qualifizieren sich unter Umständen für ein O-1B Visum, mit welchem sie in den USA in ihrem jeweiligen Bereich arbeiten dürfen.
  • Kategorie O-2
    Personen, die unentbehrlich für den Erfolg eines Projektes in einem der oben genannten Bereichen sind, können ein O-2 Visum beantragen, um einen O-1 Antragsteller bzw. Inhaber zu unterstützen.

Zur Tätigkeit in den USA

Voraussetzung für ein O-Visum ist, dass der Antragsteller in den USA auf dem Gebiet seiner außerordentlichen Fähigkeiten tätig werden möchte. Es wird kein US-Arbeitgeber benötigt. Ist ein solcher vorhanden, kann dieser die Petition einreichen. Ist jedoch kein US-Arbeitgeber vorhanden, kann ein US-Agent die O-1 Petition einreichen. Eine außerhalb der USA ansässige (juristische oder natürliche) Person kann als Agent oder Arbeitgeber keine Petition einreichen.

Außerordentliche Fähigkeiten

US-Visum für Personen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten

Der Begriff „extraordinary“ (außergewöhnlich) wird unterschiedlich interpretiert, je nachdem, in welchem Bereich der Antragsteller in den USA arbeiten möchte. Eine Person, die künstlerisch in den USA tätig sein möchte, muss andere „außergewöhnliche Fähigkeiten“ nachweisen als eine Person, die plant in den Bereichen Wissenschaft, Bildung/Erziehung, Wirtschaft oder Sport zu arbeiten. Um in der Film- und Fernsehindustrie zu arbeiten, muss man außerordentliche Leistungen („extraordinary achievement“) erbracht haben.

Außergewöhnliche Fähigkeiten in der Kunst

Um nachzuweisen, dass ein Antragsteller über außergewöhnliche Fähigkeiten im Bereich der Kunst verfügt, muss er zeigen, dass er „Rang und Namen“ („distinction“) hat. Der englische Terminus „distinction“ wird als „high level of achievement“ definiert. Es ist dementsprechend ein hohes Maß an Vollendung erforderlich. Der Antragsteller muss sich von seinen Kollegen deutlich abheben, z.B. indem er in seinem Bereich führend, zumindest aber weithin bekannt ist oder einen guten Ruf genießt.

Außergewöhnliche Fähigkeiten in den Bereichen Wissenschaft, Bildung/Erziehung, Sport

In diesen Bereichen muss der Antragsteller zeigen, dass er über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt. Damit ist ein hohes Maß an Fachwissen gemeint, das ihn zu einem der besten seines Fachbereichs macht.

Außergewöhnliche Fähigkeiten in der Film- und Fernsehindustrie

Ein Antragsteller der in den Bereichen Film oder Fernsehen arbeiten möchte, muss „extraordinary achievement“ nachweisen. Er muss also zeigen, dass er außerordentliches geleistet und ein hohes Maß an Vollendung erreicht hat. Er muss sich weit vom Durchschnitt abheben und gemeinhin als hervorragend, namhaft oder führend gelten („outstanding, notable, or leading“).

Nachweis der außergewöhnlichen Fähigkeiten

Wie die außergewöhnlichen Fähigkeiten nachgewiesen werden können hängt vom Bereich ab, in dem der Antragsteller tätig werden möchte. Es ist hier nicht möglich, eine umfassende Liste an möglichen Nachweisen zu erstellen. Eine erste Orientierung bietet die folgende Aufstellung:

  • wichtiger, international anerkannter Preis (z.B. Nobelpreis, Academy Award, Emmy, Grammy),
  • national oder international anerkannte Preise,
  • die Mitgliedschaft in Vereinigungen, die nur Personen mit besonderen Fähigkeiten offenstehen,
  • die Anstellung bei einer solchen Vereinigung in entsprechender Position,
  • die Tätigkeit als Juror auf dem entsprechenden Gebiet,
  • Veröffentlichungen durch oder über den Antragsteller in anerkannten Fachzeitschriften,
  • bedeutende Beiträge auf dem entsprechenden Gebiet (beispielsweise Patente),
  • ein überdurchschnittliches Gehalt oder eine überdurchschnittliche Vergütung

Empfehlungsschreiben

Bei Antragstellung ist zwingend das Empfehlungsschreiben einer US-Peergroup vorzulegen, das Stellung zu den Qualifikationen des Antragstellers und zu der Tätigkeit nimmt, die in den USA ausgeübt werden soll.

Tätigkeit an mehreren Orten

Wenn der Antragsteller an mehreren Orten auftreten bzw. arbeiten möchte, ist dem Antrag ein Reiseplan beizufügen, aus dem jeweils Ort und Datum hervorgehen.

US-Petitioner

Wie bereits dargelegt, ist am Verfahren zwingend ein US-Petitioner beteiligt. Als solcher können ein US-Arbeitgeber oder ein US-Agent fungieren. Der US-Agent repräsentiert dann den ausländischen Arbeitgeber und/oder den Antragsteller.

Hat der Antragsteller einen US-Arbeitgeber, kann dieser als Petitioner auftreten. Dem Antrag ist dann in der Regel der Arbeitsvertrag beizulegen.

Hat der Antragsteller keinen US-Arbeitgeber, sondern nur einen ausländischen Arbeitgeber, ist er selbständig oder möchte er für mehrere US-Arbeitgeber tätig werden, so benötigt er die Hilfe eines US-Agenten bzw. einer US-Agentur. Der Agent bzw. die Agentur reicht in diesem Fall die Petition für den Antragsteller bzw. für den/die Arbeitgeber ein. Im Falle mehrerer US-Arbeitgeber kann auch jeder US-Arbeitgeber jeweils eine gesonderte Petition einreichen. Das ist jedoch aus Kosten- und Zeitgründen nicht zu empfehlen.

Begleitpersonal

Besitzt ein Künstler oder Sportler ein O-1 Visum, so kann für Begleitpersonal ein O-2 Visum erteilt werden, wenn die Begleitperson unentbehrlich für das Projekt des O-1 Visumsinhabers ist. Ob jemand unentbehrlich ist, hängt von der Tätigkeit desVisumsinhabers und den Fähigkeiten und/oder Kenntnissen des O-2 Antragstellers ab.

Ist der O-1 Visumsinhaber in den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Bildung/Erziehung tätig, kann kein O-2 Visum erteilt werden.

Familienangehörige

Ehegatten und unverheiratete Kinder unter 21 Jahren können Personen, welche mit einem O-1 oder einem O-2 Visum in die USA reisen, begleiten. Arbeiten dürfen sie dann allerdings nicht.

Ein- und Ausreise mit dem O-Visum

Das Visum berechtigt zur Einreise zehn Tag vor Aufnahme der Tätigkeit bzw. dem auf dem Antrag (genauer: der „Approval Notice“) angegebenen Datum sowie zu einem Aufenthalt zehn Tage über das auf dem Antrag angegebene Datum hinaus. Gearbeitet werden darf während dieser jeweils zehn Tage allerdings nicht.

WICHTIG: Wie lange der Visumsinhaber in den USA arbeiten darf, ergibt sich nicht aus dem Visum, dass nicht selten für volle fünf Jahre erteilt wird. Das Visum ist nur eine Erlaubnis, in die USA zu reisen und um Einlass zu bitten. Wie lange man arbeiten darf, ergibt sich aus der Petition („Approval Notice“) und dem und dem I-94 Formular. Die Petition muss deshalb zusammen mit dem Visum bei der Einreise vorgelegt werden. Das Formular wird bei der Einreise von einem Grenzbeamten ausgestellt.

Wir helfen Ihnen bei Fragen zum O-Visum

Ihr Anwalt für US-Visumsrecht

Die Entscheidung, mit welchem Visum sich Ihr Vorhaben am ehesten verwirklichen lässt, ist nicht immer einfach zu treffen und bedarf einer näheren Befassung mit Ihren konkreten Zielen. In einem anwaltlichen Erstberatungsgespräch, das wir persönlich oder telefonisch mit Ihnen führen, klären wir, welches Visum Sie benötigen.

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