EB-3 Visum

EB-3 Visum - Greencard für Personen mit einfacher Berufsausbildung

Das EB-3 Visum ist ein US-Einwanderungsvisum mit dem eine US-Greencard beantragt werden kann. Es kommt für all diejenigen in Betracht, die die Voraussetzungen des EB-1 Visums und des EB-2 Visums nicht erfüllen, die also z.B. keinen Hochschulabschluss oder außergewöhnliche Fähigkeiten nachweisen können.

Das EB-3 Visum kann an sog. professional workers, skilled workers und unskilled workers vergeben werden. Diese Unterkategorien spielen v.a. im Rahmen der Kontingentierung eine Rolle. Genauso wie EB-1 und EB-2 Visa sind auch EB-3 Visa limitiert, d.h. pro Jahr wird nur eine begrenzte Anzahl vergeben. Den oben genannten Unterkategorien werden unterschiedliche Kontingente zugewiesen: Insgesamt können ca. 40.000 EB-3 Visa vergeben werden, 10.000 davon an unskilled workers. Anders als bei EB-1 und EB-2 werden bei EB-3 Visa in der Regel mehr Anträge gestellt, als Visa vergeben werden können. Das kann zu langen Wartezeiten führen. Diese Wartezeiten kann man im Visa Bulletin einsehen, das monatlich veröffentlicht wird.

Voraussetzungen für ein EB-3 Visum

  • Akademiker (professional workers)

Voraussetzung ist, dass der Antragsteller einen Abschluss hat, der einem US-Bachelor mindestens gleichkommt. Außerdem muss dieser Abschluss vom angestrebten Arbeitsplatz in den USA bzw. für eine vergleichbare Beschäftigung verlangt werden. Anders als beim H-1B Visum kann ein fehlender Bachelor-Abschluss nicht durch Arbeitserfahrung kompensiert werden.

  • Facharbeiter (skilled workers)

Voraussetzung ist hier, dass für die in den USA angestrebte Beschäftigung üblicherweise zwei Jahre Berufserfahrung erforderlich sind und der Antragsteller diese nachweisen kann.

  • Sonstige Arbeitnehmer (unskilled workers)

Voraussetzung in dieser Unterkategorie ist, dass der Antragsteller über die Berufserfahrung bzw. Ausbildung verfügt, die der Arbeitsplatz verlangt. Die Dauer der Ausbildung oder die Art des Abschlusses sind grundsätzlich unerheblich. Der Arbeitsplatz darf seiner Natur nach nicht zeitlich befristet oder ein Saisonarbeitsplatz sein (wie z.B. beim H-2B Visum).

Der US-Arbeitgeber muss bei allen Unterkategorien nachweisen, dass er sie nicht mit einem bevorrechtigten Arbeitnehmer (US-Staatsbürger, Person mit Legal-Permanent-Resident-Status) besetzen konnte. Er muss die Stelle ausschreiben und ggf. Bewerbungsgespräche mit US-Amerikanern (oder Greencardinhabern) durchführen. Es ist eine sog. Labor Certification nötig. Anders als beim EB-2 Visum kommt ein National Interest Waiver hier nicht in Betracht.

Außerdem muss der US-Arbeitgeber dem Antragsteller mindestens 100% des Lohns zahlen, der im lokalen Umfeld des Arbeitsplatzes für eine vergleichbare Position gezahlt wird. Um diesen üblichen Lohn festzustellen, muss der US-Arbeitgeber bei der lokalen US-Arbeitsagentur eine sog. Prevailing-Wage-Anfrage stellen.

Beantragung des EB-3 Visums

Ein EB-3 Visum kann beantragt werden, sobald alle Voraussetzungen erfüllt sind. Vor der Einreichung des eigentlichen Antrags sind folgende Schritte durchzuführen:

  • Der US-Arbeitgeber stellt eine sog. Prevailing-Wage-Anfrage bei der zuständigen Arbeitsagentur.
  • Der US-Arbeitgeber schreibt die Stelle grundsätzlich in zwei Zeitungen sowie bei der lokalen US-Arbeitsagentur aus. Dabei sind Fristen und formale Anforderungen zu beachten. Melden sich Bewerber für die ausgeschriebene Stelle, muss der US-Arbeitgeber Bewerbungsgespräche durchführen und ggf. zeigen können, weshalb diese nicht geeignet waren.
  • Konnte die Stelle nicht besetzt werden, schließt sich die sog. Labor Certification Application an, die der US-Arbeitgeber beim U.S. Department of Labor einreicht.
  • Erst dann kann die I-140 Petition bei der US-Einwanderungsbehörde eingereicht werden. Auch hier sind Fristen zu beachten, die sich aus der Genehmigung der Labor Certification Application ergeben.

Wird die Petition genehmigt, kann der Arbeitnehmer eine Greencard bzw. ein Einwanderungsvisum beantragen. Drei Punkte sind dabei zu beachten:

  • Ist der Arbeitnehmer schon legal in den USA, so kann er vor Ort eine Statusanpassung beantragen (Adjustment of Status), um seinen Status als „Nichteinwanderer“ in den eines „Einwanderers“ zu ändern.
  • Ist eine Statusanpassung nicht möglich oder nicht gewollt, wird bei einem US-Konsulat außerhalb der USA ein Einwanderungsvisum beantragt.
  • Nach fristgerechter Einreise mit dem Einwanderungsvisum, wird dem Antragsteller dann die Greencard mit der Post an eine US-Adresse gesandt.

Sie suchen Unterstützung für Ihren Greencard-Antrag?

Falls Sie zum EB-3 Visum oder anderen US-Einwanderungsvisa Fragen haben, nehmen Sie jederzeit Kontakt zu uns auf. Unsere Anwälte für US-Recht beraten Sie gerne zu allen Themen rund um das US-Einwanderungsrecht und können Sie bei einem Antrag umfassend unterstützen. Unsere US-Steuerberater informieren Sie zudem umfassend über steuerliche Fragen nach erfolgter Einwanderung.